Resonanz Arnold Kasar

Album Info

Album Veröffentlichung:
2019

HRA-Veröffentlichung:
29.03.2019

Label: Neue Meister

Genre: Classical

Subgenre: Instrumental

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 44.1 $ 13,50
  • Arnold Kasar (b. 1972):
  • 1A Million Miles from Silence04:06
  • 2Weeping Willow05:54
  • 3Berliner Tinke03:38
  • 4Schokolade Im Kopf02:21
  • 5Praterstern03:51
  • 6Sake03:48
  • 7Stuecki05:51
  • 8Globus02:59
  • 9Flames and Wounds05:26
  • 101000 Dohlen04:07
  • 11Tempest09:39
  • 12Xy02:48
  • 13Spring Song04:58
  • 14Home Ferro02:06
  • Total Runtime01:01:32

Info zu Resonanz

Am 29. März 2019 veröffentlicht Arnold Kasar sein neues Album "Resonanz" bei Neue Meister. Ein Album von der Beobachtung zur dekonstruierten Melodie, zum düsteren Drone und zurück zur Betrachtung.

Auf seinen Reisen, um mit legendären Persönlichkeiten wie Hans-Joachim Roedelius oder Friedrich Liechtenstein Platten aufzunehmen, hielt er die Eindrücke des Tages als Klangniederschrift fest, sein Laptop wurde zum Skizzenbuch. Auf diese Weise sammelten sich einige Stunden an extrem persönliche Klavierimprovisation an, von denen sich Kasar einige Aufnahmen herausgepickt und diese bis zu Unkenntlichkeit bearbeitet hat. Daraus entstand sein neues Album Resonanz.

"Ich bin ein digitaler Nomade," sagt Arnold Kasar, "ich mag im Speisewagen sitzen, wenn der Zug morgens Berlin gen Süden verlässt, und mein Blick auf eine Landschaft im Morgennebel fällt. Es dauert keine fünf Minuten, und ich bin im alten Europa, in einem anderen Mindset. Ich kann im Speisewagen, aber auch in Hotels mit meinem mobilen Equipment sehr gut arbeiten. Ich habe mein eigenes Vokabular an Sounds, die niemand sonst hat. Das macht mich unabhängig. Mein Album Resonanz habe ich komplett auf diesen endlosen Bahnfahrten durchgehört, editiert und geschnitten."

Ab sofort gibt es den ersten Vorgeschmack "A Million Miles from Silence" auf das neue Album. Unbedingt reinhören!

"Ich bin ein digitaler Nomade," sagt Arnold Kasar, "ich mag im Speisewagen sitzen, wenn der Zug morgens Berlin gen Süden verlässt, und mein Blick auf eine Landschaft im Morgennebel fällt. Es dauert keine fünf Minuten, und ich bin im alten Europa, in einem anderen Mindset. Ich kann im Speisewagen, aber auch in Hotels mit meinem mobilen Equipment sehr gut arbeiten. Ich habe mein eigenes Vokabular an Sounds, die niemand sonst hat. Das macht mich unabhängig. Mein Album Resonanz habe ich komplett auf diesen endlosen Bahnfahrten durchgehört, editiert und geschnitten."

Viel gependelt ist Arnold Kasar in den letzten Jahren, um mit legendären Typen wie Hans-Joachim Roedelius oder Friedrich Liechtenstein Platten aufzunehmen. Auf diesen Reisen hielt er die Eindrücke des Tages als Klangniederschrift fest, sein Laptop wurde zum Skizzenbuch. Auf diese Weise sammelten sich einige Stunden an extrem persönliche Klavierimprovisation an, von denen sich Kasar einige Aufnahmen herausgepickt und diese bis zu Unkenntlichkeit bearbeitet hat. Daraus entstand sein neues Album Resonanz.

"Ich habe einen Werkzeugkasten portabler Synthesizer, aus dem alles entsteht. Ich kann also jederzeit vom Klavier in Richtung Elektronik gehen und zurück zum Solopiano, oder beides vermischen." Diesen Prozess bezeichnet Arnold Kasar als Medienwechsel, von der Beobachtung zur dekonstruierten Melodie, zum düsteren Drone und zurück zur Betrachtung.

Arnold Kasar, Klavier




Arnold Kasar
ist ein musikalischer Tausendsassa: in unzähligen Projekten hat der aus dem Südschwarzwald stammende und in Berlin lebende Musiker mitgewirkt. Angefangen bei seinen Elektro-Jazz Projekten mit Lisa Bassege und ihren Bands Nylon und Micatone, über seine Tätigkeit als Co-Autor und musikalischen Leiter des Allround-Performers Friedrich Liechtenstein ("Supergeil") bis hin zu seiner letzten bejubelten Veröffentlichung "Einfluss" zusammen mit Joachim Roedelius. Doch der gelernte Sound-Ingenieur kann auch alleine, wie er 2012 mit seinem Solo-Debüt "The Piano Has Been Smoking" bewiesen hat. Nun hat es ihn wieder an sein erstes Instrument gezogen und der Zeitpunkt dafür könnte kaum besser sein, spielt doch das Klavier als wieder entdeckter Klang und Instrument der Erneuerung in den letzten Jahren wieder eine wichtige Rolle.

Das Klavier, das Arnold Kasar seit seiner Kindheit begleitet, ist in der Vergangenheit stets aus den Aufnahmen gefallen, wenn Musik produziert wurde. Aufgrund dieser langen Beziehung zu seinem ersten Instrument hat er sich damit zeitweilig gelangweilt und sich lieber mit Sample-basierter elektronischer Musik beschäftigt.

Das war 2010, da begannen die Arbeiten an der LP "The Piano Has Been Smoking", die 2012 erschien und sich voll und ganz dem Instrument widmete. Schon damals wandte Kasar die Technik des präparierten Klaviers an, die erstmals von John Cage begründet wurde. Mit Radiergummis, Teebeuteln oder Flicken präparierte er sein Instrument und entlockte ihm so ganz neue spannende Töne. Nur einer Komposition, die als Single ausgekoppelt werden sollte ("Put A Light On Me"), lieh er seine Stimme, nachdem er keine passende Sängerin dafür gefunden hatte. So kam die Welt erstmalig in den Genuss des dunklen und traurigen Timbre des Arnold Kasar. Das Ziel Airplay (u.a. bei FM4 oder RadioEins) wurde dadurch erreicht und fortan war Kasar angefixt von der Idee, zu singen. Denn mit "The Piano Has Been Smoking" war das Projekt, ein Album mit einem präparierten Klavier aufzunehmen, abgeschlossen. Deswegen kann man ihn auch nur bedingt mit anderen "Neo-Klassik" Pianisten vergleichen, Kasar zieht eben weiter – ein Rastloser, der nicht aufhören möchte, auszuprobieren.

Das heißt aber nicht, dass er komplett auf präpariertes Klavier verzichten muss: auch auf "Walk On" , seinem zweiten Solo-Album, erschienen 2014, sind einige Stücke mit Unterstützung eines präparierten Klaviers entstanden, doch diesmal steht der Gesang im Vordergrund, wodurch auch das ganze Gefühl dahinter ein anderes wird: "Das erste Album ist ja mehr noch eine Großstadt-Platte", mit ihren Techno-Elementen beispielsweise, "und das neue Album "Walk On" ist ja eine Landplatte" zu der ihn vor allem Arthur Russells persönlichstes Album "World Of Echo" inspiriert hat.

Ende 2016 veröffentlichte Arnold Kasar sein drittes Solo Album, eine reine Solo Piano-Aufnahme.

"Der Anfang ist immer die Improvisation, daraus entsteht die Komposition und alles weitere folgt. Manchmal ist die Improvisation aber schon das fertige Musikstück, jedenfalls improvisiere ich, seit ich Klavier spiele. In meinen eigenen Systemen und Rhythmen, aber immer in der Harmonik. Als ich nach Berlin zog und mit Synthesizern arbeitete, elektronische Musik produzierte, fiel die Klaviermusik immer hinten runter, wenn es um die Auswahl der Tastenklänge ging. Aber das Klavier war da und schob sich dann schließlich mit beharrlicher Kraft in den Mittelpunkt meiner Arbeit zurück. Diese Improvisationen sind nun ein wichtiger Teil meiner Arbeit und beim Komponieren absorbieren sie sich manchmal, wie in einer chemischen Reaktion, und bleiben als Reststoff übrig. Aber zu schade natürlich, um sie wegzuwerfen, sind sie mir doch sehr lieb geworden. Ich habe einige davon zusammengestellt für das Album "Inside Devils Kitchen". Ich glaube nicht, dass ich jemals authentischer und direkter klingen kann als mit diesem Klavier und mit diesen Stücken, denn sie sind alle komplett improvisiert, aus dem Nichts entstanden an dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Von diesem Punkt kann es nun in alle Richtungen weitergehen, mit neuen Songs, vielleicht einem neuen Sound auf einem anderen Klavier, aber das hier ist die reine Basis, spürbare Reinheit und Ruhe. Ich komme zurück an den Anfang, um weiterzukommen."



Dieses Album enthält kein Booklet

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