Timbre Hilde
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
08.05.2026
Das Album enthält Albumcover
- 1 Love Letter 01:57
- 2 Sixtyfour 01:50
- 3 Taneen 04:41
- 4 Three 00:52
- 5 Timbre 03:09
- 6 Eleven 01:19
- 7 Barranco 06:20
- 8 Twentyeight 00:57
- 9 Eighty 01:13
- 10 Agree 04:18
- 11 Clouds 04:29
- 12 Nineteentwelve 02:27
- 13 Harvest 03:26
- 14 Fourtythree 01:19
- 15 Hope 02:32
Info zu Timbre
Diese Musik ist weder Jazz noch Kammermusik, weder Ambient noch Chanson und schon gar kein Third Stream jedweder Art. Willkommen auf dem dritten Album der in NRW und London ansässigen Band Hilde. Es gelingt der Band auf Anhieb, sich von allen kategorischen Eingrenzungen freizumachen. Es ist zu hundert Prozent Hilde und in dieser Form nur von diesen vier Musikerinnen zu liefern. Sie braucht keine Definitionen, Referenzpunkte oder Erklärungen, sondern breitet sich in den Koordinaten Zeit und Raum mit einer Selbstverständlichkeit und Eigenständigkeit aus, als wäre sie dort schon immer gewesen und hätte nur auf die geeigneten Persönlichkeiten gewartet, die in der Lage wären, ihr mit der entsprechenden Souveränität und Demut gerecht zu werden. „Timbre“ ist ein Album mit Charakter, das sich über seine flexible Gleichzeitigkeit und Ganzheitlichkeit offenbart. Sie machen den Hörenden das offenherzige Geschenk, sich in dem von ihnen geschaffenen Klangraum frei auszudehnen und ihren eigenen Bildern und Assoziationen hinzugeben.
Julia Brüssel, Violine
Marie Daniels, Gesang
Maria Trautmann, Posaune
Emily Wittbrodt, Cello
Hilde
Wer oder was ist Hilde? Eine Person? Eine Idee? Ein Sound? Eine Band? Eine Kombination aus all diesen Aspekten? Auf der Suche nach Hilde trifft man auf Sängerin Marie Daniels, Geigerin Julia Brüssel, Posaunistin Maria Trautmann und Cellistin Emily Wittbrodt. Sie haben sich 2018 unter dem Logo Hilde als Quartett aufgestellt und bereits 2020 mit ihrer ersten Platte „Open“ für Aufsehen gesorgt. Ihr neues Album „Tide“ ist von außen betrachtet ein absoluter Neubeginn. Das enthemmte Drauflosspielen ihres Debüts weicht einem klaren Bekenntnis zu Schönheit und einem Verweilen im Klang. Und ein bisschen Revolte darf hin und wieder auch noch sein. Geblieben ist Hildes absolute Unberechenbarkeit, denn jeder der 14 zumeist recht kurzen Songs überrascht mit neuen Farben, Timbres, Spielhaltungen und Dramaturgien. So vollkommen das Quartett aufeinander eingespielt ist und so präzise die Songs auch arrangiert, produziert und umgesetzt sein mögen, geht es eben zu keinem Zeitpunkt um Perfektion. Vieles entsteht immer noch aus der kollektiven Improvisation heraus.
Eine große Stärke von Hilde besteht darin, völlig unerwartete, manchmal geradezu tollkühne Scharniere zwischen abstrakter Klangfindung und traditioneller Anmut zu finden. Um dieses gemeinsame Anliegen zu bündeln, arbeitete man im Studio mit dem Produzenten Peter Rubel zusammen, der als Sänger der Pop-Band Düsseldorf Düsterboys bekannt ist. Im Einvernehmen mit Rubel wurden die vorhandenen Songs im Studio mit immer neuen Ideen angereichert. Hilde – und damit kommen wir auf die eingangs gestellte Frage zurück – ist immer Hilde. Von wem welcher spielerische Impuls, welche Klangfarbe, Komposition oder spontane Idee kommt, spielt kaum eine Rolle. Vier Musikerinnen wachsen zu einer Person zusammen, zu Hilde, einem Individuum mit vier Köpfen und acht Armen, das uns auf „Tide“ mit massiver Sanftheit gegenüber tritt. „Wir mögen schöne Sachen“, ruft Hilde unisono aus.
Improvisation ist für sie ein Ausdruck von Freiheit, der nichts ausschließt und alles zulässt. Der Grundstein für diese intuitive Geschlossenheit liegt viel tiefer als das viel zitierte gegenseitige Vertrauen innerhalb einer Band. Er beruht auf einer in dieser Unverbrüchlichkeit selten gelebten wohlwollenden Verlässlichkeit, welche jeder der vier Musikerinnen ein Gefühl der Sicherheit gibt, die sie braucht, um als Hilde zum Äußersten gehen zu können und immer das Innerste zu erreichen – und umgekehrt.
Dieses Album enthält kein Booklet
