Onomatopoetika Malakoff Kowalski

Album Info

Album Veröffentlichung:
2020

HRA-Veröffentlichung:
28.02.2020

Label: MPS

Genre: Instrumental

Subgenre: Piano

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 96 $ 15,20
  • 1Ono03:26
  • 2Noma05:39
  • 3Mato04:42
  • 4Atopo05:54
  • 5Topo03:20
  • 6Opoé04:21
  • 7Poé04:43
  • 8Oéti04:40
  • 9Tika04:52
  • 10Onomatopoetika05:24
  • Total Runtime47:01

Info zu Onomatopoetika

Das Album „Onomatopoetika“ besteht aus zehn Klavierstücken, aufgenommen im Osten von Berlin, im Herbst, geschrieben in einer Stimmung zwischen Apathie und Euphorie in etwas weniger als einem Jahr. Ich merkte schnell, dass diesmal etwas anders war als bei meinen vorherigen Alben.

Ich bin es gewohnt, dass Dinge passieren, dass Menschen kommen und gehen und dass hieraus Musik entsteht. Die Titel der einzelnen Stücke auf den Platten „Kill Your Babies“, „I Love You“ und „My First Piano“ waren so etwas wie Tagebucheinträge. Sie erinnern mich an Erlebnisse, an Begegnungen, auch an Filme oder Theaterinszenierungen, an denen ich gearbeitet habe. Der in weiten Teilen instrumentalen Musik lag immer etwas Autobiographisches zugrunde. Früher wäre vielleicht der Begriff „Programmmusik“ passend gewesen. Nun, zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, hatte ich es mit einer Reihe von Stücken zu tun, für die ich keine Namen wusste. Es gab keine Ereignisse, die der Musik als „Programm“ vorausgegangen waren. Die Musik fühlte sich nicht einmal an wie eine Sprache, die ich kenne. Englische, deutsche, französische oder persische Titel – so wie in den Jahren zuvor – wirkten falsch. Etwas, das keinen Namen trägt, verwirrt mich.

Als ich heute Morgen nach dem Aufstehen frisch gewaschene, weiße Stoffservietten gefaltet habe – was ich eigentlich am liebsten machen würde, den ganzen Tag lang –, da wurde mir klar, was mich beschäftigt: Ich habe etwas aufgenommen, das vom Nichts handelt. Was für eine Erlösung! Denn ich sehne mich nach dem Nichts. Mir ist alles zu viel. Schon seit einer Weile. Ich möchte, dass das aufhört. Ich möchte an die Decke schauen und an eine leere Wand und Glenn Gould dabei zuhören, wie er Skrjabin, Grieg und Sibelius spielt – auf Schallplatten. Ich lebe in einem dauerhaften Zustand völliger Überreizung. Das tun die meisten von uns. Das Tempo, der Ton, die Lautstärke, die Flut von Eindrücken. Overkill. Eigentlich nichts Neues, nur ertrage ich es in letzter Zeit immer weniger. Sitze ich am Klavier, verschwindet alles andere, und der Lärm um mich herum wird leiser. Wie in einem leeren Kino, in dem kein Film läuft. Angedeutet hat sich dieses Gefühl schon in den Konzerten, die ich seit ungefähr zwei Jahren spiele: schwarzverdunkelte Säle, nur eine kleine Leselampe über dem Flügel, vollkommene Stille, kein Applaus zwischen den Stücken, rauschende Lüftungen müssen ausgeschaltet sein. Das Nichts ist nicht nichts.

Am Klavier finde ich einen Weg, die Unruhe in meinem Kopf in etwas zu übersetzen, das sich besser anfühlt als Bipolarität. Fantasiemusik, die keinen Anlass hat und etwas vertont, das aus mir kommt, wofür ich aber keine Bezeichnung habe. Was ich weiß: Meine Eltern wurden in Teheran geboren, ich bin in Boston zur Welt gekommen, ich bin in Hamburg aufgewachsen, und ich lebe heute in Berlin. Ich liebe nichts so sehr wie Musik. Alles andere sind Fragezeichen, Ausrufezeichen, Gedankenstriche. Das Album „Onomatopoetika“ ist eine postromantische Klaviersuite, die nur eine Frage stellt: die nach der Verklanglichung der Zwischentöne

Malakoff Kowalski, Klavier




Malakoff Kowalski
(born June 21, 1979 in Boston, Massachusetts, USA as Aram Pirmoradi) is a German-American-Persian singer, musician, composer and producer. His parents are from Tehran and he was raised in Hamburg, Germany.

In 2005, Kowalski released his debut record Action with his band Jansen & Kowalski, which he later referred to as “a memorial for a monumental failure.” In 2009, after the band had broken up, Kowalski released his first solo-album Neue Deutsche Reiselieder, a progressive and vintage Krautrock record, which included a remix of the single Andere Leute produced by German electronic music legends Deichkind. The video for Andere Leute was made by acclaimed film director Klaus Lemke. To date, Kowalski has composed the original scores for five of Lemke’s feature films.

In 2012, Kowalski released the album Kill Your Babies — Filmscore For An Unknown Picture, which was a collaboration with painter Daniel Richter, novelist Maxim Biller and Klaus Lemke. The instrumental record received excellent reviews and was praised as CD Of The Year by Arts & Culture Editor-in-Chief Claudius Seidl of Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung newspaper.

Kowalski simultaneously began working with theater director Angela Richter. Supernerds, their third and latest play to date, was based on interviews with whistleblowers such as Edward Snowden, Daniel Ellsberg and Julian Assange and premiered in 2015 in Cologne.

Malakoff Kowalski currently lives in Berlin, Germany and has resided there since 2007.



Dieses Album enthält kein Booklet

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