Copland: Billy The Kid & Statements for Orchestra London Symphony Orchestra & Aaron Copland

Cover Copland: Billy The Kid & Statements for Orchestra

Album Info

Album Veröffentlichung:
2013

HRA-Veröffentlichung:
15.01.2026

Label: Everest

Genre: Classical

Subgenre: Orchestral

Interpret: London Symphony Orchestra & Aaron Copland

Komponist: Aaron Copland (1900-1990)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Aaron Copland (1900 - 1990): Billy the Kid, Ballet Suite:
  • 1 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: I. Introduction: The Open Prairie (Remastered 2013) 03:07
  • 2 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: II. Street in a Frontier Town (Remastered 2013) 06:38
  • 3 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: III. Prairie Night (Card Game at Night, Billy and his Sweetheart) (Remastered 2013) 03:04
  • 4 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: IV. Gun Battle (Remastered 2013) 01:57
  • 5 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: V. Celebration (After Billy's Capture) (Remastered 2013) 02:08
  • 6 Copland: Billy the Kid, Ballet Suite: VI. The Open Prairie Again (Remastered 2013) 02:45
  • Statements, for Orchestra:
  • 7 Copland: Statements, for Orchestra: I. Militant (Remastered 2015) 02:41
  • 8 Copland: Statements, for Orchestra: II. Cryptic (Remastered 2015) 03:27
  • 9 Copland: Statements, for Orchestra: III. Dogmatic (Remastered 2015) 01:39
  • 10 Copland: Statements, for Orchestra: IV. Subjective (Remastered 2015) 03:53
  • 11 Copland: Statements, for Orchestra: V. Jingo (Remastered 2015) 02:35
  • 12 Copland: Statements, for Orchestra: VI. Prophetic (Remastered 2015) 03:41
  • Total Runtime 37:35

Info zu Copland: Billy The Kid & Statements for Orchestra

Aaron Copland was often referred to as "The Dean of American Music" and his compositional style has come to define what is considered the American sound. For the first time in one collection, and originally on Everest Records, Alto is pleased to release three works conducted performed by the London Symphony Orchestra and conducted by Aaron Copland himself.

"I enjoyed these “historic” performances of Copland’s three important compositions. Conductors such as John Wilson, Leonard Slatkin, Leonard Bernstein and James Judd have turned their attention to some or all these works. Yet there is something special about a recording of a piece made by its creator. There is restraint and clarity, and a freshness and leanness, about these recordings that transcends time." (John France, musicwebinternational.com)

(‘Copland collection’) “should be supplemented with the late-1950s recordings Copland made with the LSO for Everest. This earlier recording of Billy sounds fresher and more joyous than the remake, and is coupled with a broad and often heartfelt reading of Statements (especially in the ‘Subjective’ movement). And I far prefer the incisive and characterful Everest recording of the Third Symphony ! The quality of the Everest remastering is so good and the playing of the LSO so impressive that this is a vital embodiment of Copland’s intentions.” (Rob Cowan, Gramophone)

London Symphony Orchestra
Aaron Copland, conductor

Digitally remastered




Aaron Copland Für viele ist der Name Aaron Copland gleichbedeutend mit amerikanischer Musik. Seine bahnbrechende Leistung war die Loslösung von Europa und die Schaffung einer Musik für den Konzertsaal, die unverkennbar amerikanisch ist. Gleichzeitig war seine Musik von seiner Persönlichkeit als Komponist geprägt, die so impulsiv war, dass er alle Stilgrenzen überwand und jedem Werk, dem eingängigen wie dem anspruchsvollen, seinen Stempel aufdrückte.

Nach frühem Klavierunterricht begann Copland 17jährig Harmonielehre, Kontrapunkt und die Sonatenform bei Rubin Goldmark zu erlernen, dessen stramm konservative Haltung Copland dazu herausforderte, sich rebellisch der Musik Debussys, Ravels, Mussorgskys und Scriabins zuzuwenden. Im Jahr 1920 machte er sich auf nach Paris, dem Zentrum der Moderne in der Zwischenkriegszeit. Zu den vielen Geschehnissen in jener Zeit, die seinen Werdegang prägten, gehörten die Arbeit mit seiner Lehrerin und Mentorin Nadia Boulanger, sein wachsendes Interesse an Unterhaltungsmusik und die Erkenntnis, dass es zu den Nationalstilen der französischen, russischen und spanischen Komponisten noch kein amerikanisches Gegenstück gab. Bald war er entschlossen, eine, wie er sagte, „natürliche amerikanische Richtung der sogenannten ernsten Musik“ zu begründen.

Nach seiner Rückkehr in die Staaten im Jahr 1924 begann seine Laufbahn, als Sergej Kussewitzky, dem er in Paris begegnet war, sich bereiterklärte, Coplands Orgelsymphonie mit dem Boston Symphony Orchestra zu dirigieren; Solistin war Nadia Boulanger. Die New Yorker Aufführung des dissonanten, kantigen Werkes unter Walter Damrosch löste schließlich eine Sensation aus. Copland wollte sich jedoch nicht auf die Rolle als Bilderstürmer beschränken, sondern die Sache der neuen Musik als lebendige kulturelle Kraft vorantreiben. Sein Ziel verfolgte er nicht nur durchs Komponieren, sondern auch, indem er über neue Musik schrieb und Vorträge hielt und die bahnbrechenden "Copland-Sessions concerts" in New York organisierte, die viele Werke der europäischen Avantgarde erstmalig einem amerikanischen Publikum zugänglich machten.

In der Zeit der großen Depression und dem anschließenden Krieg schloss sich Copland der Tendenz vieler seiner Künstlerkollegen an, ein breiteres Publikum anzusprechen und in Zeiten der Not für den normalen Bürger zu schreiben. Mit erfolgreichen und hochgelobten Werken von Billy the Kid und Lincoln Portrait bis zu Appalachian Spring, für das er den Pulitzerpreis erhielt, konnte er sein Vorhaben verwirklichen. Sein Entschluss, es „so einfach wie möglich“ zu sagen, befremdete einige seiner Musikerkollegen, die darin einen Rückschritt sahen, der nicht nur ihn, sondern auch sie selbst betraf. Viele hingegen, die sich wegen der bekannten Melodien zu Coplands Musik hingezogen fühlten, machte seine seit Mitte der 50er Jahre auftauchende Verwendung einer eigenen Zwölftontechnik ratlos. Die Orchesterwerke Connotations (1962) und Inscape (1967) sind vermutlich die bleibendsten Äußerungen seines reifen, „schwierigen“ Stils.

Copland hörte nie auf, als Botschafter und Anwalt der neuen Musik aufzutreten. 1951 bekam er als erster amerikanischer Komponist die Norton-Professur für Poetik an der Harvard-Universität; seine Vorlesungen aus dieser Zeit wurden unter dem Titel „Music and Imagination“ veröffentlicht. 25 Jahre gehörte er zu den führenden Figuren seiner Fakultät im Berkshire Music Center (Tanglewood). Zeitlebens förderte er die Laufbahn anderer Musiker, darunter Leonard Bernstein, Carlos Chavez, Toru Takemitsu und David Del Tredici. Als er schon über fünfzig war, begann er zu dirigieren und wurde ein überzeugender Interpret seiner eigenen Musik. Bis zum Alter von 83 Jahren trat er im Konzertsaal, in Radio- und Fernsehkonzerten auf.

Aaron Copland war eine der meistgeehrten Gestalten in der Kulturgeschichte der Vereinigten Staaten. Die Freiheitsmedaille des Präsidenten, der Preis des Kennedy Center, der Oscar der „National Academy of Motion Picture Arts and Sciences” und das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1970) waren nur einige der Ehrungen und Auszeichnungen, die ihm zuteil wurden. Darüber hinaus war Copland Präsident der American Academy of Arts and Letters und gehörte der Royal Academy of Music sowie der Royal Society of Arts in Großbritannien an. Er war an der Gründung der American Composers Alliance beteiligt, wurde schon früh ein wichtiges Mitglied der American Society of Composers, Authors, and Publishers, wirkte als Direktor des American Music Center, der Kussewitzky-Stiftung, der League of Composers und anderen Organisationen und erhielt die Ehrendoktorwürde von über 40 Hochschulen und Universitäten. 1982 wurde die Aaron Copland School of Music zu seinen Ehren am Queens College der New Yorker City-Universität gegründet.



Booklet für Copland: Billy The Kid & Statements for Orchestra

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