Sketches of Spain Miles Davis

Album info

Album-Release:
1960

HRA-Release:
19.02.2015

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  • 1Concierto de Aranjuez: Adagio16:21
  • 2Will O' the Wisp03:47
  • 3The Pan Piper03:52
  • 4Saeta05:33
  • 5Solea15:39
  • Total Runtime45:12

Info for Sketches of Spain

Miles Davis kollaborierte in seiner Laufbahn drei Mal mit Arrangeur Gil Evans. Nach Miles Ahead und Porgy and Bess kreierten gemeinsam Sketches of Spain, einen Höhepunkt in beiden Karrieren. Das Album kombiniert spanische Themen, üppige Orchestrierungen, romantisches Timbre und Davis' zunehmend lyrisches Spiel und wirkt so noch fünf Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung nach. Neben Kind of Blue, In a Silent Way und Round About Midnight ist Sketches of Spain eines der innovativsten und beständigsten Alben von Miles Davis.

Miles Davis, trumpet, flugelhorn
Paul Chambers, bass
Jimmy Cobb, drums
Elvin Jones, percussion
The Gil Evans Orchestra:
Ernie Royal, trumpet
Taft Jordan, trumpet
Louis Mucci, trumpet
Johnny Coles, trumpet
Dick Hixon, trombone
Frank Rehak, trombone
Jimmy Buffington, French horn
John Barrows, French horn
Earl Chapin, French horn
Joe Singer, French horn
Tony Miranda, French horn
Jimmy McAllister, tuba
Bill Barber, tuba
Al Block, flute
Eddie Caine, flugelhorn
Harold Feldman, flute, clarinet, oboe
Danny Bank, bass clarinet
Romeo Penque, oboe
Jack Knitzer, bassoon
Janet Putman, harp
Jose Mangual, percussion

Recorded on November 20, 1959 and March 10, 1960 at Columbia 30th Street Studio, New York
Produced by Teo Macero, Irving Townsend

Digitally remastered

Kaum ein anderer Musiker vermochte die Geschichte des Jazz derart nachhaltig zu beeinflussen, wie der am 26.05.1926 in Alton, Illinois geborene und in St. Louis aufgewachsene Miles Davis. Ohne den 'Prince of Darkness' wären die meisten Schlüsselentwicklungen des Jazz ab 1950 undenkbar gewesen. Mit unnachahmlicher Intonation und sparsamer melodischer Gestaltungskraft hat sich der Trompeter den Status einer Pop-Ikone erspielt.

Seine ersten wichtigen Gehversuche machte Miles in New York, wo er mit seinem musikalischen Vorbild Charlie Parker zusammentraf, in dessen Band er umgehend spielte. 1948 leitete der Trompeter bereits seine eigene Band, die mit Arrangements von Gil Evans zu den 'Birth Of The Cool'-Sessions führte. Neben seinen freelance Arbeiten gründete Miles Davis 1955 sein erstes Quintett bestehend aus Red Garland, Paul Chambers, Philly Joe Jones und John Coltrane. In den Jahren 1963-68 formierte er das zweite große Quintet, in welchem der junge Wayne Shorter am Saxophon brillierte (mit Herbie Hancock, Ron Carter und Tony Williams).

Die späten 60-er Jahre brachten unter Miles' Impuls die Wende hin zum Jazz Rock. Alben wie 'Bitches Brew' und 'We Want Miles' stehen paradigmatisch für diese Zeit. In der ersten Hälfte der 70-er Jahre veränderte der Ausnahmetrompeter häufig die Besetzungen seiner Band. In großzügig angelegten Gruppenimprovisationen integrierte er die vormals 'jazzfremden' Tablas, Sitar und diverse Percussioninstrumente. Den Sound seiner Trompete veränderte er mit dem Einsatz eines WahWah-Pedals. Die psychedelisch anmutende Musik dieser Zeit polarisierte das Publikum, viele Fans des 'frühen Miles' wollten den neuen 'elektrischen' Weg nicht mitvollziehen, doch Davis zielte auf ein junges, experimentierfreudiges Publikum.

Nach längerer Zurückgezogenheit aufgrund von Drogenproblemen kehrte der 'Prince of Darkness' in den frühen 80-er Jahren mit jungen Musikern zurück, seine Band wurde zum Sprungbrett für die wichtigsten Karrieren des aktuellen Jazz. Unter seinen Schülern waren John Scofield, Kenny Garrett, Darryl Jones und Marcus Miller. Der Bassist, Multi-Instrumentalist und Produzent Miller schuf mit Miles Davis die deutlich von der aktuellen Popmusik beeinflußten Spätwerke 'Tutu' und 'Amandla'. Diese Alben zeigen in vollendeten Produktionen das Hit-Potential des Trompeters, der in zahllosen Konzerten dieses Material immer neu als elektrisierender Improvisator präsentierte. Am 28.09.1991 starb der wichtigste Musiker des Jazz wenige Wochen nach seinem letzten Konzert an einer Lungenentzündung. Das posthum veröffentlichte Album 'Doo-Bop' wurde 1992 mit dem Grammy in der Kategorie 'Best R&B Instrumental Performance' ausgezeichnet.

This album contains no booklet.

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