Credibil


Biography Credibil



Credibil
Drehen wir die Zeit gut zehn Jahre zurück. Deutscher Rap erlebte gerade seinen ersten große Hype. HipHop ist überall. Alben landen an der Spitze der Charts, Rapper treten im Fernsehen auf und füllen große Konzerthallen. Gangster-Rap aus Berlin ist erfolgreich wie nie zuvor und das einstige Dream Team aus Eko Fresh und Kool Savas liefert sich in der Öffentlichkeit ein gnadenloses Battle.

Credibil ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal neun Jahre alt, aber verfolgt schon damals gespannt das HipHop-Geschehen. Er votet sich am Telefon die Finger wund, damit die Videos von Kool Savas, Eko, Azad und Bushido auf den Musiksendern laufen. Stundenlang sitzt Credibil vor dem Fernseher, nimmt seine Lieblingsclips auf Videokassette auf, um sie sich immer und immer wieder anzusehen und lernt die Texte so lange, bis er sie in- und auswendig kennt. Und wie das so ist, beschliessen er und seine Jungs eines Nachmittags beim gemeinsamen Kick auf dem Bolzplatz, es doch auch mal mit dem Rappen zu versuchen

Natürlich erst mal nur für sich, aber 2012 stellt Credibil doch ein paar Clips seiner A capellas, ins Netz. Es folgt der großartige Song »Fremde«, die »Ehrlich gesagt«-EP und ein Gastauftritt auf dem »Parallelen«-Remix von Celo & Abdi, der beeindruckend aus der MC-Menge herausstach. Was trotz geringem Output gleich auffiel: Der 19-jährige ist mit allem gesegnet, was ihn zu einem kompletten MC macht: Stimme, Flow, eine beeindruckende Rap-Wissen, das Gespür für pointierte Texte ohne großen Pathos. Und die Vielseitigkeit des Frankfurters sprach sich im letzten Jahr sogar bis zu Kool Savas herum. Und welchen besseren Ritterschlag könnte es bitteschön geben als den vom King of Rap?

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