Glass Minds Archive
Album info
Album-Release:
2026
HRA-Release:
27.02.2026
Album including Album cover
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- 1 Broken Bits 06:51
- 2 Glass Minds 05:54
- 3 Patterns 08:20
- 4 Look At Us 05:37
- 5 When You're This Down 05:48
- 6 So Far From Losing You 07:51
- 7 Wake Up Strange 05:31
- 8 City Walls 05:11
- 9 The Love The Light 06:14
- 10 Shine Out Power 04:58
- 11 Heads Are Gonna Roll 06:56
- 12 Where I Am 08:36
Info for Glass Minds
Nach dem monumentalen Triple-Album Call to Arms & Angels (2022), das europaweit Top-10-Erfolge feierte und in einem triumphalen Konzert in der Pariser Accor Arena mündete, kehrt die Band mit einem Werk zurück, das intime Tiefe und epische Weite meisterhaft verbindet. Musikalisch schlägt Glass Minds eine Brücke zwischen minimalistisch-introspektiven Klangwelten und treibenden, genreübergreifenden Arrangements – von hypnotischem Electro-Pop (Wake Up Strange) über motorische Gitarren-Power (Look At Us) bis hin zu tiefen Ambient-Atmosphären. Ergänzt wird das Album durch starke Gäste: Rapper Jimmy Collins verleiht „Heads Are Gonna Roll“ eine schneidende Intensität, während Lisa Mottram auf Songs wie „Glass Minds“ oder „The Love The Light“ ihre hypnotische Stimme einbringt. Glass Minds markiert eine neue Schaffensphase in den drei Jahrzehnten von Archive. Von der Melancholie eines „So Far From Losing You“ bis hin zur Euphorie von „Shine Out Power“ demonstriert das Kollektiv seine ungebrochene Innovationskraft. Begleitend startet im Frühjahr 2026 eine große Europatournee mit Konzerten u. a. in Amsterdam, Paris, Hamburg und London.
Darius Keeler von Archive sagte über das neue Album: »Das Album entstand, nachdem wir den Song ›Patterns‹ komponiert hatten. Wir waren von der Weite und minimalistischen Kraft des Songs begeistert. Er erinnerte uns an unser Debütalbum ›Londinium‹ und an unsere damalige Herangehensweise ans Songwriting – schwerer Rhythmus mit einer Melancholie, die die Seele durchdringt. Ich hörte viel Elgars ›Nimrod‹, als wir mit dem Schreiben des neuen Albums begannen, und wollte Blechbläser als zusätzliche Dimension einsetzen, um den Songs noch mehr Emotion zu verleihen. Unser letztes Album ›Call to Arms & Angels‹ war im Rückblick aufgrund der ganzen Covid-Erfahrung eine ziemlich harte Platte.« Es fühlt sich an, als würden wir in eine umfassendere und erhebendere Dimension vordringen.
Archive
Archive
wurde 1994 in London von Darius Keeler und Danny Griffiths gegründet. Die beiden Musiker entstammen der elektronischen Underground-Szene der frühen 90er-Jahre und waren stark von der Trip-Hop-Welle aus Bristol beeinflusst.
Während Acts wie Massive Attack oder Portishead den Ton angaben, suchten Keeler und Griffiths von Anfang an nach einem eigenen Zugang zu diesem neuen, düsteren Sound zwischen Hip-Hop, Electronica und orchestralen Elementen.
Für ihr Debütalbum holten sie sich die Sängerin Roya Arab und den Rapper Rosko John ins Studio. Das Resultat, Londinium, erschien 1996 bei Island Records und gilt bis heute als ein unterschätzter Klassiker des Genres. Die Mischung aus atmosphärischer Elektronik, Streichern und politischen Texten kam bei der Kritik gut an, fand aber nur ein kleines Publikum. Nach dem Album kam es zur Trennung von Arab und Rosko John, woraufhin Archive sich neu formierten – eine Dynamik, die sich über die gesamte Bandgeschichte hinweg fortsetzen sollte.
Mit dem zweiten Album Take My Head (1999) vollzogen Archive eine radikale stilistische Wende. Suzanne Wooder übernahm den Gesang, der Sound war deutlich melodischer, zugänglicher und poppiger als noch beim Debüt.
ARCHIVE - YOU MAKE ME FEEL
Stücke wie „You Make Me Feel“ (aktuell zu hören in der neuen Renault Werbung) erreichten größere Aufmerksamkeit, vor allem in Frankreich und Deutschland. Trotz des Erfolgs war auch diese Phase nur eine Momentaufnahme. Wooder verließ die Band, Keeler und Griffiths zogen sich erneut ins Studio zurück und entwickelten den Sound, der Archive langfristig prägen sollte: eine epische, cineastisch angelegte Klangarchitektur, die elektronische Elemente mit Post-Rock, Prog und orchestralen Arrangements verband.
2002 erschien You All Look The Same To Me, das bis heute als eines ihrer wichtigsten Alben gilt. Mit dem irischen Sänger Craig Walker fand die Band eine Stimme, die das neue Klangbild perfekt ergänzte. Der über 16 Minuten lange Opener „Again“ wurde zum Signature Track der Band, Songs wie „Numb“ oder „Meon“ verbanden melancholische Melodien mit ausufernden Spannungsbögen. Archive entwickelten sich in dieser Phase von einem Studioprojekt zu einer festen Liveband, die vor allem in Frankreich und Osteuropa schnell eine wachsende Fangemeinde fand.
Die folgenden Alben Noise (2004) und Lights (2006) führten den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Auf Noise dominierte eine dunkle, fast aggressive Stimmung. Der Song „Fuck U“ wurde zu einem ihrer bekanntesten Stücke – düster, verletzlich, intensiv. Lights setzte stärker auf elektronische Flächen, komplexe Songstrukturen und atmosphärische Spannungsbögen. Archive etablierten sich in dieser Zeit als feste Größe im europäischen Raum, ohne je in den Mainstream abzurutschen.
Mit Controlling Crowds, einem in vier Teilen veröffentlichten Konzeptalbum aus dem Jahr 2009, erreichte die Band einen kreativen Höhepunkt. Die erste Veröffentlichung bestand aus den Teilen I bis III, Teil IV wurde einige Monate später nachgereicht. Das Gesamtwerk ist geprägt von einer düsteren Gesellschaftsanalyse, in der Themen wie Überwachung, Entfremdung und digitale Kontrolle zentral sind. Die Tracks changieren zwischen elektronischem Minimalismus und monumentaler Opulenz. Archive zeigten sich hier als musikalisches Kollektiv, in dem wechselnde Stimmen, Klangfarben und Stimmungen zu einem dichten Gesamtkonzept verwoben wurden.
Archive - The Empty Bottle (Official Video)
Nach dem Ausstieg von Craig Walker wurde Rosko John erneut Teil der Band. Auf dem 2012 erschienenen Album With Us Until You’re Dead übernahm er gemeinsam mit Maria Q, Dave Pen und Pollard Berrier die Vocals. Auch dieses Album setzte stark auf thematische Kohärenz, vermied aber einfache Songstrukturen zugunsten von Spannungsaufbau und Atmosphäre. Die Band klang fokussierter und zugleich experimenteller als je zuvor.
2014 erschien Axiom, ein Projekt zwischen Soundtrack und Album. Die Musik wurde parallel zu einem Kurzfilm geschrieben, der die visuelle Dimension der Band weiter auslotete. Archive dachten Musik und Bild seit jeher zusammen, mit Axiom wurde dieses Prinzip konsequent umgesetzt. Der Film wurde bei ausgewählten Konzerten live mit der Musik aufgeführt und unterstrich die Ambitionen der Band jenseits klassischer Albumformate.
Mit Restriction (2015) legten Archive ein politisch aufgeladenes Album vor, das sich zunehmend tanzbaren Rhythmen öffnete, ohne die für sie typische emotionale Tiefe aufzugeben. Stücke wie „Kid Corner“ oder „Ruination“ griffen soziale Themen auf, die sich in den folgenden Jahren noch zuspitzen sollten.
This album contains no booklet.
