Cover Hommage à Boulez

Album info

Album-Release:
2017

HRA-Release:
03.03.2017

Album including Album cover Booklet (PDF)

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  • Pierre Boulez (1925 - 2016): Dérive 2 (1988–2006/2009):
  • 1Dérive 248:59
  • Dialogue de l’ombre double (1984):
  • 2Sigle initial01:05
  • 3Strophe I02:21
  • 4Transition I à II00:59
  • 5Strophe II01:38
  • 6Transition II à III01:47
  • 7Strophe III01:19
  • 8Transition III à IV00:46
  • 9Strophe IV01:56
  • 10Transition IV à V00:26
  • 11Strophe V01:18
  • 12Transition V à VI00:54
  • 13Strophe VI01:45
  • 14Sigle final03:00
  • Mémoriale (1985/1993):
  • 15Mémoriale05:49
  • Le Marteau sans maître (1953/1955):
  • 16Avant l'artisanat furieux. Rapide01:56
  • 17Commentaire I de bourreaux de solitude. Lent04:43
  • 18L'artisanat furieux. Modéré sans rigeur02:27
  • 19Commentaire II de bourreaux de solitude. Rapide04:21
  • 20Bel edifice et les pressentiments – Version première. Assez vif04:10
  • 21Bourreaux de solitude. Assez lent04:40
  • 22Aprés l'artisanat furieux. Rapide01:08
  • 23Commentaire III de bourreaux de solitude. Assez lent06:06
  • 24Bel édifice et les pressentiments – Double. Tempo libre de récit08:34
  • Anthèmes 2 (1997):
  • 25Lent - /I Libre00:29
  • 26I.Très lent, avec beaucoup de flexibilité – I/ II Libre01:16
  • 27II. Rapide, dynamique, très rythmique, rigide – II/ III Libre02:18
  • 28III. Lent, régulier - Nerveux, irrégulier – III/ IV Libre01:49
  • 29IV. Agité, instable – IV/V Libre01:48
  • 30V. Très lent, avec beaucoup de flexibilité - Subitement nerveux et extrêmement irrégulier – V/VI Libre01:23
  • 31VI. 1. Allant, assez serré dans le tempo02:24
  • 32VI. 2. Calme, régulier - Agité - Brusque05:18
  • 33VI. 3. Calme, sans traîner, d'un mouvement très régulier - Libre02:59
  • Messagesquisse (1976/1977):
  • 34Très lent03:06
  • 35Très rapide02:12
  • 36Sans tempo, libre04:17
  • 37Aussi rapide que possible00:56
  • Total Runtime02:22:22

Info for Hommage à Boulez

Pierre Boulez war einer der größten Komponisten der Avantgarde. Jetzt veröffentlicht Daniel Barenboim eine Hommage an seinen im Vorjahr verstorbenen Freund: Ein wegweisendes Album mit Schlüsselwerken des französischen Komponisten.

Es wird Zeit, Pierre Boulez zu entdecken. Die Musik des französischen Komponisten lockt wie eine exotische Insel.

Neue Horizonte: Pierre Boulez (1925–2016): Wer auf diese Insel gelangt, der wird mit seltenen Farben, Pflanzenarten und Landschaften belohnt, die ihm völlig neue Horizonte öffnen. Hier ist nichts verbraucht. Nichts Gewöhnliches gedeiht auf diesem einsamen Stück Erde. Das Einzige, was der Abenteuerreisende zu erkennen vermag, sind Felsenlandschaften, deren Schroffheit jedoch durch eine schier unendliche Farbpracht in den Tälern aufgewogen wird. So abweisend, so direkt seine Musik bisweilen klingt, sie birgt poetische Klangwelten von berückender Schönheit. Diese Überzeugung teilt auch Daniel Barenboim. Der argentinisch-israelische Dirigent lernte Pierre Boulez in den sechziger Jahren kennen. Barenboim war damals Anfang 20 und ließ sich von der visionären Kraft des französischen Komponisten mitreißen. Für Daniel Barenboim war und ist Pierre Boulez "ein Mann für die Zukunft". Wer sich auf die Klangkunst des französischen Komponisten einlässt, der atmet den Geist einer neuen Zeit.

Musik der Zukunft: Daniel Barenboim hält die Spannung: Doch wie findet man sich in dem weitverzweigten Œuvre des französischen Meisterkomponisten zurecht? Hier leistet das neue Album von Daniel Barenboim unschätzbare Dienste. "Daniel Barenboim – Hommage à Boulez" versammelt etliche Schlüsselwerke des französischen Avantgardisten. Das Album umfasst zwei Tonträger. Es setzt ein mit dem flirrend vorbeiziehenden "Dérive 2", das Daniel Barenboim zu den größten Werken von Pierre Boulez zählt.

Barenboim hat diese Komposition für elf Instrumente mit Mitgliedern des West-Eastern Divan Orchestras bei den BBC Proms 2012 aufgenommen. Die lebendige Atmosphäre des Live-Acts ist deutlich spürbar. Eine ungeheure Spannung liegt in der Luft, und Barenboim reizt sie bis zum letzten Ton aus. Nicht minder furios geht es in "Dialoque de l’ombre double" zu. Ebenfalls aufgenommen bei den BBC Proms, erlebt man hier einen rauschhaften Wirbel, der doch nie aus der Form gerät und Momente einer berührenden Zartheit offenbart.

Bewährtes und Neues: Eröffnung des Pierre Boulez Saals: Garant für die gelungene Interpretation dieses Werkes ist das ebenso virtuose wie leidenschaftliche Spiel des Frankfurter Meisterklarinettisten Jussef Eisa, der sich unter der live-elektronischen Begleitung des IRCAM den kreiselnden Bewegungen des französischen Komponisten geschickt anschmiegt. Das gelingt auch Guy Eshed mit seinem flinken und immer wieder innehaltenden Flötenspiel in "Mémoriale", einer Komposition, die einmal mehr die zartfühlende Seite des revolutionären Grenzgängers Pierre Boulez zum Vorschein bringt.

Mit "Le Marteau sans maître" findet sich auch ein Boulez-Klassiker auf dem Album. Hier dirigiert der Komponist selbst das West-Eastern Divan Orchestra und führt es sanft in die bizarren Assoziationsfelder der surrealen Poesie von René Char. Werke wie "Anthèmes 2" für Violine und Live-Elektronik und "Messagesquisse" für Violoncello solo und 6 Violoncelli vermitteln in prägnanten Miniaturen die elektrisierend neue, fein gesponnene Kompositionskunst von Pierre Boulez.

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Tod des großen französischen Komponisten setzt Barenboim mit seinem neuen Album genau das richtige Zeichen. Hören wir Boulez! Setzen wir uns mit diesem genialen Neuerer auseinander! Neben Barenboims Aufnahmen wird der Pierre Boulez Saal in Berlin, der sowohl altbewährte als auch neue Musik beheimaten soll, dafür künftig reichlich Gelegenheit bieten. Konzipiert als öffentliches Fenster der Barenboim-Said Akademie, wird der Kammermusiksaal am 4. und 5. März mit Aufführungen des Boulez Ensembles unter der Leitung von Daniel Barenboim feierlich eröffnet.

Hilary Summers, Mezzosoprano
Hassan Moataz el Molla, Cello
Michael Barenboim, Violine, Electronics
West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim, Dirigent
Pierre Boulez, Dirigent




Pierre Boulez
Geboren in Montbrison (Loire) am 26. März 1925; Pierre Boulez war Komponist, Dirigent, Musikschriftsteller, eine Schlüsselfigur des internationalen Musiklebens.

Er war ein lebender Klassiker, dessen Werke seit über fünfzig Jahren Orientierungspunkt für Komponisten in aller Welt sind. Die einen studieren seine Partituren, um zu schauen, was sie aus ihnen lernen und in ihrem eigenen Werk verwenden können, die anderen lehnen die Boulez’sche Welt ab und arbeiten weiterhin an ihrer Sprache, die eine andere Richtung, eine andere Denkweise über neue Musik vertritt. Aber in beiden Fällen ist Boulez’ Oeuvre eine wichtige Säule, sichtbar für jeden, der sich in irgendeiner Form mit der zeitgenössischen Musik auseinandersetzt.

Am Anfang seiner Karriere, beginnend mit den späten Vierzigern, war Boulez ein Rebell, der keinen Hehl daraus machte, mit der Musiktradition der ersten Jahrhunderthälfte nichts mehr zu tun haben zu wollen. Er lehnte Erneuerer wie Arnold Schönberg ab (siehe seinen Nachruf Schönberg est mort), weil er auch bei dem Erfinder der Zwölftonmusik eine Nähe zu den Vorfahren wie Brahms ortete. Einzig an Webern konnte er anknüpfen (wie viele seiner Kollegen unter den Dozenten bei den Ferienkursen in Darmstadt).

Bald fing Boulez an, sich auch als Dirigent zu betätigen. Er programmierte neue Ensemblewerke mit dem von ihm ins Leben gerufenen Ensemble Domaine musical, und später in Baden-Baden. Zunächst beschränkte er sein Repertoire auf die neue Musik, um sicher zu stellen, dass seine eigenen Kompositionen sowie die der anderen zeitgenössischen Komponisten authentisch erklangen, später, mit der zunehmenden internationalen Akzeptanz seines Kampfes für die neue Musik (dessen wichtige Stationen waren seine Rückkehr nach Frankreich, wo er mit der Unterstützung des Präsidenten Pompidou IRCAM und das Ensemble Intercontemporain gründete) war die rebellische Haltung nicht mehr notwendig. Er hat sein Repertoire in einem früher unvorstellbaren Maße erweitert und dirigiert etwa Mahler und Bruckner mit den ihn begeistert willkommen heißenden Spitzenorchestern der Welt, darunter die Wiener und die Berliner Philharmoniker. Auch hat Boulez mit der durch Patrice Chéreau inszenierten Oper Leoš Janáceks Aus einem Totenhaus Interpretationsgeschichte geschrieben.

Boulez war ein bedeutender Lehrer. Als Leiter der Orchesterakademie bei dem Lucerne Festival teilte er sein einmaliges Wissen mit jungen, aufstrebenden Dirigenten. Pierre Boulez starb am 5. Jänner 2016 in Baden-Baden.

Daniel Barenboim
wurde 1942 in Buenos Aires geboren. Im Alter von fünf Jahren bekam er seinen ersten Klavierunterricht, zunächst von seiner Mutter. Später studierte er bei seinem Vater, der sein einziger Klavierlehrer blieb. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit sieben Jahren in Buenos Aires. 1952 zog er mit seinen Eltern nach Israel. Mit elf Jahren nahm Daniel Barenboim in Salzburg an Dirigierklassen von Igor Markevich teil. 1955 und 1956 studierte er Harmonielehre und Komposition bei Nadia Boulanger in Paris.

Im Alter von zehn Jahren gab Daniel Barenboim sein internationales Solistendebüt als Pianist in Wien und Rom, anschließend in Paris (1955), in London (1956) und in New York (1957). Seitdem unternahm er regelmäßig Tourneen in Europa und den USA sowie in Südamerika, Australien und Fernost.

Seit seinem Dirigierdebüt 1967 in London mit dem Philharmonia Orchestra ist Daniel Barenboim bei allen führenden Orchestern der Welt gefragt, in Europa gleichermaßen wie in den USA. Zwischen 1975 und 1989 war er Chefdirigent des Orchestre de Paris. Sein Debüt als Operndirigent gab Daniel Barenboim beim Edinburgh Festival 1973, wo er Mozarts Don Giovanni leitete. 1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth, bis 1999 war er dort jeden Sommer tätig.

Von 1991 bis Juni 2006 wirkte Daniel Barenboim als Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra. 2006 wählten ihn die Musiker des Orchesters zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit. Seit 1992 ist Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, von 1992 bis August 2002 war er außerdem deren Künstlerischer Leiter. Im Herbst 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit.

Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ging Daniel Barenboim als »Maestro Scaligero« eine enge Zusammenarbeit mit dem Teatro alla Scala in Mailand ein. Von Herbst 2011 bis Ende 2014 war er Musikdirektor dieses renommierten Hauses.

1999 rief Daniel Barenboim gemeinsam mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said das West-Eastern Divan Orchestra ins Leben, das junge Musiker aus Israel, Palästina und den arabischen Ländern jeden Sommer zusammenführt. Das Orchester möchte den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des Nahen Ostens durch die Erfahrungen gemeinsamen Musizierens ermöglichen. Für seine Friedensbemühungen ebenso wie für sein musikalisches Lebenswerk wurde Daniel Barenboim mit zahlreichen hohen Preisen und Auszeichnungen geehrt.



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