Polonaise Yaara Tal

Album info

Album-Release:
2017

HRA-Release:
04.08.2017

Label: Sony Classical

Genre: Classical

Subgenre: Instrumental

Album including Album cover Booklet (PDF)

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  • Franz Xaver Wolfgang Mozart (1791 - 1844): Six Polonaises mélancoliques, Op. 17:
  • 1No. 1 in B Minor, Tempo giusto04:08
  • 2No. 2 in E Minor, Andantino espressivo04:50
  • 3No. 3 in E-Flat Major, Tempo di ballo03:05
  • 4No. 4 in G Minor, Allegretto moderato04:38
  • 5No. 5 in F Minor, Espressivo04:56
  • 6No. 6 in D Minor04:34
  • Quatre Polonaises mélancoliques, Op. 22:
  • 7No. 1, Risoluto03:40
  • 8No. 2, Andantino con moto04:33
  • 9No. 3, Allegretto moderato05:00
  • 10No. 4, Andante espressivo06:34
  • Frédéric Chopin (1810 - 1849):
  • 11Polonaise in A-Flat Major, B.5 (KK IVa, No. 2 )05:05
  • 12Polonaise in B-flat minor, B.13 (KK IVa, No. 5)05:13
  • 13Polonaise in G-Flat Major, KK IVa, No. 808:24
  • Total Runtime01:04:40

Info for Polonaise

Die israelische Pianistin Yaara Tal, bekannt als eine Hälfte des weltweit einzigartigen Klavierduos Tal & Groethuysen, präsentiert nach ihrer hochgelobten ersten Haydn-Aufnahme nun ihr zweites Solo-Album.

Ihrem neuen Album „Polonaise“ hat ein tänzerisches Motto und tänzerisch klingen auch die gewählten Werke des österreichische Komponisten, Klaviervirtuosen und Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Xaver Mozart (1791-1844) sowie dessen berühmten polnischen Zeitgenossen Frédéric Chopin.

Entstanden als polnischer Nationaltanz, der sowohl auf dem Land als auch am Hof getanzt wurde, verbreitete sich die Polonaise im 18. Jahrhundert auch an den europäischen Adelshöfen zunehmend und fand unter anderem in den berühmten Polonaisen von Frédéric Chopin ihren Höhepunkt.

Für das neue Album wählte Yaara Tal drei selten eingespielte Frühwerke des Komponisten aus: die Polonaisen As-Dur KK IVa Nr. 2 (1821), b-Moll KK IVa Nr. 5 (1826) sowie Ges-Dur KK IVa Nr. 8 (1829) und kombinierte sie mit Polonaisen von Franz Xaver Mozart: den „6 Polonaises mélancoliques, op. 17“ und „4 Polonaises mélancoliques, op. 22“.

Mehr über das Projekt: Die Ungunst der Stunde wollte es, dass der Sohn nur vier Monate vor dem Tod des Vaters geboren wurde. Doch obwohl die Zeit fehlte, den Vater noch kennenzulernen, sollte sein Schicksal ein Leben lang an den berühmten Vater gebunden bleiben. Die Strategie, mit der die Mutter Constanze sein Dasein als Sohn inszenierte, machte aus ihm einen Artikel, der zum Label Mozart gehörte, den die Mutter so gut zu vermarkten wusste. Dem von Natur aus sehr zarten Kind war die Rolle des erfolgreichen, genialen Erben zugedacht: Ruhmreich wie der Papa zu sein war Auftrag und Befehl zugleich. Dass er trotz dieses enormen Drucks überhaupt eine Existenz als Musiker führen konnte, ist wohl das untrüglichste Zeichen für seine außergewöhnliche musikalische Begabung als Pianist und Komponist.

Der Wechsel nach Galizien mit siebzehn Jahren hätte ein Befreiungsschlag sein können, ein Durchbruch ins Eigene – und fast wäre es ihm auch geglückt! Die Polonaisen, die zwischen 1811 und 1818 entstanden, werfen ein helles Licht auf diese Verheißung. Weisen die zahlreichen Variationswerke für Klavier auf die virtuose und eigenwillige Benutzung der Tastatur und der Hand hin, so offenbaren die Polonaisen den Drang und die Sehnsucht nach einer neuen Welt und Ausdrucksweise, die nicht mehr in der Klassik ver- wurzelt ist. Doch wohin und wie weit die seelische Wanderung noch hätte führen können, bleibt im Ungewissen, da die Zeit und der Geist dafür noch nicht reif waren.

Aber just dieses Schweben in stilistischer Ungewissheit, das Bekenntnis zum Bezug-Entzug verleiht diesen Piecen ihren eigentümlichen Reiz. Und es mutet beinahe paradox an, dass der Ausdruck einer so vagen Befindlichkeit im Laufe der Entstehungszeit der Polonaisen an Klarheit und Kühnheit noch gewinnt! Besonders charakteristisch sind die unzähligen Ausführungszeichen, die Dynamik und Tempo betreffen. Da könnte es Franz Xaver durchaus mit Mahler und Reger aufnehmen! Die Anweisungen für die Spieler sind bisweilen recht widersprüchlich und deuten in diverse Richtungen – und dies auf engstem Raum. Damit hob er sich klar von der Praxis des Vaters ab, der mit solchen Empfehlungen bekanntlich höchst sparsam umging. Ähnlich hinge- gen ist Franz Xaver dem Vater, wenn es um die perfekte Bildung der Harmonie auf der Tastatur, um das Verteilen der Töne, um vollkommene Balance und polyphone Stimmführung geht, die für beide Mozarts gleichermaßen charakteristisch sind.

Ungnädig war das Schicksal auch, als Franz Xaver sich in eine Frau verliebte, die bereits vergeben war, seine Liebe jedoch erwiderte. Diese Beziehung brach bis zu Mozarts Tod nicht ab. Das Unbehaustsein wurde zum integralen Bestandteil seines Gefühlslebens, das er aushalten musste: Zum einen der Schatten des übermächtigen Vaters, zum anderen die recht ehrgeizige, zu einer gewissen Einfalt neigende Mutter, und schließlich die Frau seines Lebens, die er mit einem anderen teilen musste... Dass sein Leben stark melancholische Züge annahm und seine Lebensenergie mit den Jahren schwächer wurde, ist ebenso traurig wie nachvollziehbar.

Aus heutiger Sicht kann man dem Werk Franz Xaver Mozarts den ihm gebührenden Platz zuweisen: Keiner vor ihm hat dieses so eigentümliche Lebensgefühl in den Polonaisen so zu gestalten gewusst wie er, und viele Wendungen, Gesten, Linien und rhythmische Motive, die er miteinander verwob, fanden später den Weg in das, was wir Romantik nennen.

Dass der junge Chopin – der während seiner Kindheit ausschließlich Polonaisen komponierte – Franz Xaver Mozarts Zyklen kannte, ist zwar nicht belegt, aber durchaus möglich, zumal sein Klavierlehrer, der Böhme Vojtech Živný, mit allen musikalischen Neuheiten aus der Donaumonarchie vertraut war. Es ist nicht auszuschließen, dass Chopin als Kind den konzertierenden Pianisten Mozart in Warschau erlebt hat! Die Bedeutung der Nocturnes von John Field (1782 -1837) für das Werk Chopins steht inzwischen außer Frage und ist gut dokumentiert. Ist es mehr als ein skurriler Zufall, dass Fields Geburtstag (26. Juli) mit jenem Franz Xaver Mozarts übereinstimmt, der Chopin womöglich den Weg in „die Polonaise“ gewiesen hat?

Yaara Tal, Klavier

Recorded 17. - 19. 12 2016 at Studio 2 des Bayerischen Rundfunks München, Germany
Engineered by Marcus Huber
Produced by Falk Häfner (BR) Michael Brüggemann (SONY)




Yaara Tal & Andreas Groethuysen
Die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen bilden heute eines der weltweit führenden Klavierduos und konzertieren in den renommiertesten Veranstaltungsrahmen, wie dem Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Berlin, Alte Oper Frankfurt, Musikhalle Hamburg, Hongkong Arts Festival, Philharmonie Köln, Gewandhaus Leipzig, Wigmore Hall London, Luzern Festival, Teatro alla Scala Mailand, Philharmonie München, Frick Collection New York, Teatro Massimo Palermo, Forbidden City Concert Hall Peking, Klavierfestival La Roque d’Anthéron, Klavierfestival Ruhr, Salzburger Festspiele, Wiener Musikverein, Tonhalle Zürich.

Ein besonderes Markenzeichen des Duos ist – neben einer maßstabsetzenden Homogenität und Spontanität des Spiels - die Kreativität in der Gestaltung der Programme, in denen neben den Zentralwerken der Literatur auch immer wieder zu Unrecht vernachlässigte Schätze des Repertoires zu neuer Geltung kommen.

Ein wesentlicher Bestandteil des internationalen Erfolges des Duos Tal & Groethuysen ist auch die exklusive Zusammenarbeit mit der Schallplattenfirma SONY CLASSICAL: Das Duo realisierte seit den 90er Jahren eine beispiellose Serie von Aufnahmen vierhändiger und zweiklavieriger Klaviermusik (häufig in Ersteinspielung verschiedener Werke z.B. von Carl Czerny, Reinhard Febel, Theodore Gouvy, Charles Koechlin, Felix Mendelssohn, Max Reger, Robert Schumann, Richard Wagner), die bereits neunmal mit dem begehrten “Preis der Deutschen Schallplattenkritik” und fünfmal mit dem “Echo“-Preis ausgezeichnet wurden und international ein außergewöhnliches Echo bei Publikum und Presse gefunden haben.

Besondere Schwerpunkte der Schallplattenproduktionen waren dabei die erste und vielbeachtete, siebenteilige Gesamteinspielung des vierhändigen Werkes von Franz Schubert (“Cannes Classical Award” 1998) sowie die Gesamteinspielung sämtlicher Werke von Wolfgang A. Mozart für zwei Pianisten.

Die letzten Veröffentlichungen präsentierten 2014 das Konzert für zwei Klaviere und Orchester von W.A.Mozart neben dem selten gespielten Konzert für Klavier zu vier Händen und Orchester von Carl Czerny, sowie die "Petite messe solennelle" von Gioachino Rossini mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Peter Dijkstra. Im Jahr 2015 erschien zuletzt mit dem Titel "1915" eine Aufnahme, die ausschließlich Kompositionen von Claude Debussy und Reynaldo Hahn aus diesem einen Jahr während des 1. Weltkriegs enthält.



Booklet for Polonaise

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